Yoga und Musik – Ein perfektes Paar

von Barbara


Kennst du das? Wenn plötzlich die ersten Töne deines Lieblingssong im Radio gespielt werden oder wenn du dieses Lied in Endlosschleife hörst, weil du einfach nicht genug davon bekommen kannst, weil es sich so geil anfühlt - Es kribbelt richtig im ganzen Körper … (fast) wie Schmetterlinge im Bauch! Ich jedenfalls liebe Musik so sehr und kann mir einen Alltag ohne sie nicht vorstellen. Darum musiziere und singe ich selber leidenschaftlich gerne. Meine Gitarre sowie meine Ukulele und manchmal auch meine Geige sind stets griffbereit! Außerdem darf ich einen der coolsten Chöre überhaupt (Rhythmischer Chor Hüttschlag) leiten und hebe fast ab, wenn ich mit den „3 Little Birdies“ (eine 3-Ladies-Show) unsere Lieblingssongs neu interpretieren darf und wir die Bühne rocken!


Als ich dann durch Yoga das erste Mal mit Mantren in Kontakt kam, hatte ich wirklich Scheu, auf Sanskrit - der jahrtausendealten indischen Sprache - zu singen … bis ich es einfach tat und bemerkt habe wie unglaublich berührend sich Mantren anfühlen!


Mit Mantren „den Geist befreien“


Aber was genau ist ein Mantra überhaupt? Das Wort Mantra kommt aus dem Sanskrit und beschreibt heilige Silben oder ein heiliges Wort. Übersetzt bedeutet es so viel wie „den Geist befreien“. Durch das Rezitieren, also das Wiederholen solcher heiligen Silben, Wörter oder Sätze können sie ihre positive Wirkung entfalten. Für alle möglichen Lebenssituationen gibt es spezielle Mantren, z.B. für Gesundheit, Heilung, positive Energie, Erfolg, Liebe und und und.


Eines der bekanntesten Mantren ist wohl die Silbe „Om“, die häufig zu Beginn und zum Ende einer Yogaeinheit getönt wird. Die heilige Silbe „Om“ oder auch „AUM“ ist der Urklang (des Universums), der Schöpferlaut, der allem innewohnt – Anfang, Fortbestand, Ende – ein ewiger Kreislauf. „Om“ erzeugt eine zutiefst beruhigende Wirkung.


Mantren müssen aber nicht zwingend aus dem Sanskrit kommen. Es gibt auch Lieder bzw. Silben mit ähnlicher Wirkung in Englisch oder Deutsch und eigentlich in allen Sprachen der Welt! Da fällt mir spontan der Gospel „This little light of mine“ ein oder ebenfalls aus der christlichen Tradition „Halleluja“ oder „Amen“. Man kann auch einfach für sich selbst ein Mantra, also ein Wort oder einen Satz finden, z.B. Liebe, Freude, Frieden. Oder: Ich bin gesund. Ich bin voller Liebe und Frieden. Ich freue mich. Ich genieße. Ich lasse los. Ein Mantra kannst du dir dann immer wenn du willst laut oder im Gedanken vorsagen und wiederholen. Oder du hörst dir wunderschöne Mantren auf Youtube, Spotify oder irgendeiner anderen Plattform an – es gibt zahlreiche tolle Künstler*innen, die sich auf Mantren spezialisiert haben, z.B. Snatam Kaur oder Jai-Jagdeesh.


Jede*r kann Mantren singen


„Ich kann doch gar nicht singen!“ Das bekomme ich oft zu hören, wenn ich mit jemanden über das Thema Mantra spreche. Leute, ich sag’s euch: DAS IST VOLLKOMMEN EGAL, ob du gut oder deiner Meinung nach nicht so gut singst!!! Beim Rezitieren von Mantren kommt es nicht darauf an, die Töne exakt zu singen, sondern darum, es einfach zu tun! Wenn du jedoch partout nicht selbst singen möchtest, dann mach es so wie oben bereits beschrieben: Sprich oder denk dir das Mantra oder höre es dir an. Auch das alles wirkt!


Eine kurzes Beispiel wie ich Mantren in meinen Alltag integriere: Vor kurzem war ich gesundheitlich etwas angeschlagen. In solchen Situationen setze ich auch oft mit dem Üben von Asanas aus bzw. reduziere es, um meinem Körper Ruhe zu gönnen. Das heißt allerdings nicht, dass ich auf meine Yogapraxis verzichte. Denn es gibt ja auch noch Meditation und – Tadaaaa - MANTREN!


Ich höre die Mantren auch gerne beim Kochen, beim Staubsaugen mit Ohrstöpsel, beim Wäsche aufhängen, einfach, um mich zu entspannen oder beim Meditieren.

Probiere es doch auch mal aus ... Vielleicht schmeckt das Essen dann etwas besser oder die Wäsche ist noch glatter 😉, wer weiß?


Also, ihr Lieben! Verwöhnt euch mit schönen Klängen, wohltuenden Lauten und herzerwärmenden Rhythmen. Singt einfach drauflos, ohne Rücksicht auf Verluste – momentan sind wir eh nur zu Hause, also rockt die Bude! Denn Singen und Musik sind heilsam 😉.


Hier noch ein paar Lieblingsmantren zum Nachhören von Andrea und mir:


Meine Kids lieben dieses Lied:


(c) Christian Hettegger

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